Die Entwicklung der Frau im Wandel der Zeit

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In den letzten Jahren gab es einige große Veränderungen im Bezug auf Frauenrechte. Und obwohl wir heute schon um einiges weiter sind als damals, gibt es immer noch die Notwendigkeit zu Weiterentwicklung. Wenn wir zum Beispiel über die Gleichberechtigung bei Gehältern oder das Image von Frauen in der Werbung sprechen wird klar, dass es noch einiges zu tun gibt. Und auch der Feminismus machte eine Entwicklung durch, von Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit zur Popkultur.

 

©Unsplash

Beruf und Familie

 

Obwohl heut zu tage alle von Gleichberechtigung und Frauenquote sprechen, ist das Bild der Karrierefrau immer noch von Stereotypen geprägt. Feindselig, streitsüchtig, weniger stressresistent und unweiblich sind häufige Beschreibungen mit denen weibliche Führungskräfte assoziiert werden. Und wenn eine solche Frau auch noch Kinder hat, dann kann sie bloß eine schlechte Mutter sein. Eine Führungskraft soll demnach durch maskuline Fähigkeiten geprägt sein.

 

Was sehr oft schockiert, ist die Tatsache, dass meistens Frauen andere Frauen dafür verurteilen, wenn sie nicht nur für ihre Kinder da sind. Wenn eine Mutter wieder Vollzeit arbeiten möchte ist das immer noch eine Kritik wert.

 

Als ob die Kombination von Beruf und Familie nicht schon schwierig genug wäre, stellt auch die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen immer noch ein großes Problem dar. „Frauen verdienen in Österreich durchschnittlich 19,7 Prozent weniger als Männer.“ Dies berichtete die Presse am 23.10.2019 im Zuge des Equal Pay Day im Oktober 2019.

 

Frauen in der Werbung

 

Früher als Propaganda, eine Hausfrau, die sich um ihre Familie zu kümmern hat und heute als Sexsymbol – das Bild der Frau in den Werbungen veränderte sich drastisch, doch nicht ins Positive. Als Vorläufer für die heutige Werbung gilt die Afri-Cola-Rausch-Werbung und war damals als Revolution gedacht. Der Gedanke dahinter – weg vom klassischen Frauenbild und hin zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Das Image der Frau wurde zu dumm und halbnackt und der Mann galt als cool. Doch mit Selbstbestimmung haben sexistische und klischeehafte Werbungen nichts zu tun.

 

Obwohl sich das Bild der Frau in der Gesellschaft im Großen und Ganzen besserte, so nutzt die Werbung dennoch die Naivität und Einfachheit der Rezipienten, um sie einzuwickeln. Welches negative Ausmaß diese Medien tatsächlich auf unsere Gesellschaft hat, ist nur wenigen bewusst. In der Werbung wird alles so einfach und schnell wie möglich dargestellt und sie bedient sich darum an der Vorstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit. Dabei wird präsentiert wie Männer und Frauen sind bzw. wie sie sein sollen. Doch wie bereits erwähnt trägt dies Konsequenzen mit sich. Die falschen Schönheitsideale treibt viele in die Magersucht und in Depressionen. Weitere negative Folgen auf sexistische und unrealistische Rollenbilder in Werbungen, sind die Auswirkungen auf pubertierende Jugendliche, welche sich diese als realistische Vorbilder nehmen.

 

© Andrea Busch

Feminismus im Wandel

 

Wir haben bereits viel erreicht und genießen in weiten Teilen der Welt mehr Freiheit als nie zu vor. Das sollten wir nie vergessen und wir sollten stolz sein, auf all die mutigen Frauen, die ihre Stimme erhoben haben, um für ihre und unsere Rechte einzutreten. Für das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen und die Wahl zur Abtreibung zu haben. Für das Recht politisch mitzuwirken und unsere Stimme zu nutzen. Für das Recht zur Selbstbestimmung in jeder Hinsicht.

 

Doch was ist mit der stürmischen und kämpferischen Frauenbewegung passiert? Der Feminismus wie wir ihn heute kennen wird zunehmend Realitätsfremd und immer häufiger mit den Worten Unsinnigkeit und Popkultur assoziiert. Der Feminismus kämpft immer mehr um Aufmerksamkeit und weniger um Gerechtigkeit.

 

Wir brauchen den Feminismus, die Frauenbewegung und jede starke Stimme, die dazugehört. Wir brauchen sowohl Frauen als auch Männer und jeden anderen Menschen, der sich für Emanzipation, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung einsetzet. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der jede Meinung zählt, so kritisch sie auch sein mag. Wir brauchen eine Gesellschaft, die den Mut hat sich permanent zu entwickeln und nicht die Augen vor Ungerechtigkeit verschließt. Wir brauchen niemanden, der uns unsere Stimme nimmt oder sie ins lächerliche zieht, weil der Feminismus dafür zu wichtig ist.

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