we are beautiful! #body positive

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  • Jeden Tag sind wir auf Facebook, Instagram und Snapchat unterwegs und jeden Tag verfolgen wir die unzähligen Bilder berühmter Bloggerinnen und Promis, die sich makellos in Szene zu setzen wissen. Dabei überkommt uns immer dasselbe Gefühl: Unbehagen darüber, wieso wir das nicht auch so perfekt hinbekommen. Dieser markante Lidstrich, die perfekt geschwungene Augenbraue, das tolle Make-up. Wie schaffen die das bloß? Wir haben das Gefühl, nicht mal annähernd an die Makellosigkeit gewisser anderer Mädchen heranzukommen. Wir fühlen uns deshalb schlecht, weniger hübsch und weniger wert als alle Anderen.

Halt! An diesem Punkt sollten wir innehalten und uns vor Augen führen, wie absurd dieses ständige Sich-miteinander-vergleichen, dieses Herumgenörgle am eigenen Körper, diese Unzufriedenheit mit sich selbst, eigentlich ist. Wir müssen uns bewusst machen, wie schön wir tatsächlich sind. Gewiss, es wird immer ein Mädchen geben, das sich besser schminken kann als man selbst oder das schlankere Oberschenkel hat. Aber ist es das wirklich wert, sich deswegen permanent verrückt zu machen?

Ich habe zu diesem Zweck mit vielen, unterschiedlichen jungen Frauen in meiner Umgebung über die Themen Schönheit und Selbstbewusstsein gesprochen.  Jede hat dazu ihre ganz eigene Meinung und jede Person geht mit dem Druck, den wir uns täglich selbst auferlegen, auf ihre Art um. ABer auf einen gemeinsamen Gedamame sind wir gekommen: Leute, Schluss mit dem Vergleichen, Schluss mit dem Unzufrieden sein mit uns selbst! Wir sind alle „schön“, wir definieren dieses Wort auf unsere eigene Weise, denn wir sind alle schön auf unsere Art und vor allem genau so, wie wir sind. We are beautiful!

Anstatt sich über zu große Nasen und zu kleine Muskeln zu beschweren, legen wir ab nun den Fokus auf die Dinge, die uns gefallen, auf die wir zurecht stolz sind und die uns einzigartig machen. Wir sind tolle Zuhörerinnen, wir können außerordentlich gut tanzen und unsere besten Freundinnen sagen uns, dass wir  die vertrauensvollsten Menschen der Welt für sie sind.  DAnn ist das doch etwas, woran man viel öfter denken sollte, wenn man sich mal wieder unwohl in seiner Haut fühlt.

Besonders jüngere Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren  sind heutzutage, in einer allseits digitalen und vernetzten Gesellschaft, einem immer stärkeren Druck ausgesetzt, das Maximum an „Schönheit“ und Perfektion anzustreben, ein Phänomen, das durch Postings in den – manchmal nicht wirklich „sozialen“ – Medien nur verstärkt wird. Es ist so wichtig, dass wir diese unsicheren jungen Menschen auf die Möglichkeiten, aber auch auf die Gefahren, die im Netz lauern können, aufmerksam machen. Wir sollten uns alle zusammentun und der Welt vermitteln, woran wir von jetzt an wirklich glauben: Mädchen, ihr seid alle toll so wie ihr seid, lasst euch nicht zu sehr von den bearbeiteten Fotos sogenannter Promis beeindrucken. Instagram ist ein Werkzeug der Selbstdarstellung und zeigt ganz bestimmt nicht die Realität! Habt Spaß damit, lustige Bilder auf Snapchat zu verschicken, aber seid euch bewusst, dass es so viel Wichtigeres im Leben gibt, als Likes und Shares.

Nun ist es natürlich keineswegs leicht, von nun an über der Kritik der Gesellschaft zu stehen und einfach sein eigenes Ding durchzuziehen. Es stellt sich die Frage, wie sollen wir das konkret umsetzen? In letzter Zeit hat sich im Internet und abseits davon eine Art Bewegung herausgebildet, die sich genau dies auf die Fahnen geschrieben hat und Menschen dazu ermutigen will, zu sich selbst zu stehen. Diese Leute, meist bekanntere Social Media Stars oder Models, posten unretouchierte Fotos von sich, die sie mit allen ihren kleinen Unvollkommenheiten zeigen, und damit zeigen wollen: sehr her, wir sind vielleicht Models, aber deswegen auch nur ganz gewöhnliche Mädls, wie ihr und auch ganz bestimmt nicht perfekt! Diese Bilder besitzen eine starke Sprache und folgen einem völlig neuen Grundgedanken: ein Gegenwind gegen die sonstigen omnipräsenten Schönheitsköniginnen. Dabei wird das neue positive Körperbild auf spielerische Art vermittelt, man sieht Mädls mit Schlammmasken im Gesicht, schräge Grimassen und vor allem lachende, natürlich schöne Frauen. Beispiele dafür und meiner Meinung nach ganz besonders gutes Vorbilder sind die Postings und witzigen Sprüche der US-amerikanischen Schauspielerin und Produzentin Lena Dunham und des Plus Size Models Ashley Graham. Sie stecken einfach mit ihrer Lebensfreude und ihrem Selbstbewusstsein an, da können wir uns alle definitiv ein kleines bisschen abschauen! Der #Body positivity Gedanke ist ausnahmsweise ein Trend, den es sich mitzumachen lohnt.

In diesem Sinne möchte ich zum Abschluss meines Plädoyers für mehr Selbstbewusstsein eine klare „Schönheitsikone“ zitieren: es trifft heute noch zu, was schon Marilyn Monroe erkannte: „Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genialität!“

Sarah Kröll

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