Go Green for Planet Blue

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In Zeiten von globaler Erwärmung und diversen Klimakatastrophen, hört man stets von allen Seiten, dass die Menschheit nun endlich handeln müsse, um die Welt zu „retten“ und für kommende Generationen zu erhalten. Hört sich eigentlich ganz einfach an. Bleibt nur sich zu fragen, was du als einzelne Person machen, und ob du wirklich etwas bewirken kannst? 

Ich denke: Ja – es fängt bei dir an. Und um dir zu zeigen, dass du dein Leben hierfür nicht komplett umkrempeln musst, habe ich zehn Möglichkeiten, um deinen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten, ausprobiert. Hier sind sie , in Form von zehn Tipps, die jeder von uns gut umsetzen kann.

1. Wasser marsch? Nein, danke!

An manchen Tagen braucht man es einfach: das heiße Vollbad, am besten noch mit ganz viel Schaum. Dagegen spricht auch nichts, solange es nicht zur täglichen Gewohnheit wird. Beim Duschen, zum Beispiel, kannst du viel Wasser sparen, indem du es nicht auf der stärksten Stufe laufen lässt. Beim Shampoonieren deiner Haare oder beim Einseifen hilft es, das Wasser einfach abzudrehen. Das Gleiche kannst du auch beim Zähneputzen machen und somit deinen Verbrauch kinderleicht verringern. 

2. Öffis sind für alle da 

Heute ist es möglich (fast) ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B zu gelangen. Und das mit relativ kurzen Wartezeiten. Der Vorteil der sogenannten „Öffis“ liegt klar darin, dass du schneller vorankommst, da es bei Zügen und U-Bahnen nicht zu Staus, sondern maximal zu Verzögerungen, kommen kann. Obwohl das Benutzen von Zügen und anderen, häufig doch eher teuer ausfallen kann, gibt es gerade für Studenten sehr viele Vorteile. Zum Beispiel die Semestertickets und diverse Vergünstigungen bei den ÖBB. Ein weiteres Plus: es entfallen die Parkplatzsuche und Parkgebühren, die in Großstädten schon recht teuer werden können und es entstehen weniger Abgase. 

3. Lunch to go – selbstgemacht 

Wieder keine Zeit gehabt, morgens dein Mittagessen oder einen Snack für zwischendurch vorzubereiten? Kein Problem, die Möglichkeiten in der Mittagspause trotzdem satt zu werden, sind schier unendlich. Ob Sushi Take-away, Huhn mit Gemüsereis fertig im Supermarktkühlschrank oder doch ein McMenü? Hierbei kann jedoch eine ganze Menge Müll anfallen. Ob in Plastik eingeschweißt, im Karton verpackt oder einfach mit Plastikbesteck und einer Unmenge an Servietten, ohne Verpackung geht es kaum. Deshalb – einfach etwas früher aufstehen, Essen vorbereiten (geht auch amVorabend) und in einem Glasbehälter (oder Tupperbox) einpacken. Es ist nicht nur einfach, sondern auch günstig und die Umwelt wird von unnötigem Verpackungsmaterial entlastet.  

© Carolin Tumpach

4. Old-fashioned Einkaufsliste? 

Sicher kennst du die Situation, in der du dir schnell zu Hause einen Überblick verschaffst, über das was denn noch für das  Abendessen oder das morgige Frühstück besorgt werden muss. Mit der Liste im Kopf geht’s auf zum Supermarkt, doch sobald du drinnen bist, fangen die ersten Punkte an, sich leise aus dem Staub zu machen. Die Liste wird kürzer und neben den paar Nahrungsmitteln, an die du dich erinnern kannst, kommt vieles, was du in Wahrheit nicht brauchst, in deinen Einkaufswagen. Darunter sind vermutlich Lebensmittel, die am Ende leider nur im Müll landen. Hierbei kann dir eine altbewährte Einkaufsliste helfen. Somit kaufst du (nur) Lebensmittel, die du wirklich brauchst und musst dich nicht mehr von unnötig vielen, übrig gebliebenen und abgelaufenen Produkten trennen.   

5. Ein zweiter Blick lohnt sich   

Da ich schon beim Thema Lebensmittel angekommen bin, bleib ich gleich dabei. Es gibt Tage, an denen ein kleiner Becher Joghurt aus dem Kühlschrank ausgegraben wird, der schon vor langer Zeit in Vergessenheit geraten ist. Du nimmst ihn, siehst das Datum und denkst: „Drei Wochen drüber, nein danke!“ und weg ist er, begraben zwischen dem restlichen Müll. Aber wie wäre es mit einem zweiten Blick? Einfach öffnen und den Inhalt begutachten? Da das Datum nur dem „Mindesthaltbarkeitsdatum“ entspricht, sollte das Produkt zu mindestens bis dahin, im besten Fall noch länger, einwandfrei genießbar sein. Aber davon musst du dich einfach selbst überzeugen. Richtig verpackt und gelagert, können viele Lebensmittel ihr Mindesthaltbarkeitsdatum lange überdauern. 

6. Nie wieder ohne Jutebeutel 

Ständig neue Plastiksackerl und Papiertaschen bei jedem Einkauf, auch wenn nur für das Brot vom Bäcker, weil in der eigenen Tasche kein Platz ist. Zu Hause denkst du, „Das behalte ich, damit ich es wiederverwenden kann“, aber dort wird der Berg aus „Sackerln“ immer größer und verlässt du das Haus, packst du ohnehin nie eines ein. Entweder du vergisst, oder du denkst: „Ich brauch‘ eh keines, ich kauf ja nicht viel“. Und da liegt der Fehler, an der Kassa hörst du die vertraute Frage „Darfs ein Sackerl sein?“ und vergessen sind die guten Vorsätze vom Recycling. Mein Tipp: ein „hipper Jutebeutel“ in deiner Tasche, kann wahre Wunder wirken. Er nimmt nicht viel Platz weg, und ist stabil genug, um über einen längeren Zeitraum strapaziert zu werden, und du hast keinen unnötigen Papier- und Plastikverbrauch. Sollte er schmutzig werden, ab in die Waschmaschine damit, und er ist so gut wie neu.  

7. Durstig? Nicht mit mir!

© Carolin Tumpach

Unterwegs, durstig und nichts zu trinken? Wieder eine Flasche kaufen, die du wegwirfst nachdem du sie geleert hast und die am Ende irgendwo im Meer landet? Kauf dir lieber einen hochwertigen Trinkbehälter oder eine Glasflasche, die du immer in deiner Tasche mitnehmen kannst. Für Starbucks-Fanatiker, die ohne „Pumpkin-Spice-Latte“ und ähnlichen heißen Getränken nicht überleben können, gibt es einen Weg, die Unmengen an Pappbechern, die täglich weggeworfen werden, zu verringern. Zum Beispiel mit einem Ecoffecup aus Bambus, der ist in jedem Reformhaus erhältlich, wird nach jeder Nutzung per Hand gereinigt und kann wieder ab in deine Tasche!

8. Mit Stil und gutem Gewissen 

Jede Saison neue Trends. Die Schnelllebigkeit von Mode in unserer Generation ist wohl kaum zu übertreffen. Da das Sprichwort „Kleider machen Leute“, wohl seit seiner Geburtsstunde nicht an Bedeutung verloren hat, ist es auch keine Überraschung, dass die Textilindustrie nie zu schlafen scheint. Leidet unter der Geschwindigkeit der Trendwechsel und der eher günstigen Preise auch oft die Qualität der Kleidung, scheint dies die Konsumenten kaum daran zu hindern, noch mehr zu kaufen. Hierbei stellt sich die Frage, ob es sich wirklich lohnt, jeden Trend mitzumachen und immer neue Teile mit nach Hause zu bringen. Lieber solltest du (auch) in qualitativ hochwertige und zugleich zeitlose Teile investieren, die mehr als eine Saison überstehen. Solltest du keine Verwendung mehr für alte Kleidung haben, dann kannst du sie entweder für gute Zwecke spenden oder in diversen Sammelstellen zum Recyclen abgeben.  

9. Keine Werbung, bitte! 

Gehörst du zu der Sorte Mensch, die sich Informationen zu Produkten ihrer Begierde im Internet holt, und die Werbung die der Post beigelegt ist, keines Blickes würdigt? Dann kannst du dich in einer Postfiliale in deiner Nähe informieren, wo du ein „Pickerl“ bekommen kannst, welches die Postboten darauf hinweist, bei dir keine Werbeprospekte mehr zu hinterlassen. Weniger Werbung = weniger Papierverbrauch. Gut für die Umwelt.

10. Plastik für die Schönheit? 

© Carolin Tumpach

Ja, dein Make-Up kann der Umwelt mehr schaden, als nur mit seiner Verpackung. Denn in einigen Schmink- und Pflegeprodukten, befindet sich Mikroplastik, oftmals zu klein, um für das menschliche Auge frei erkennbar zu sein. Sobald du dein Make-Up am Abend also entfernst, gelangt dieses ins Abwasser. Da diese Partikel so winzig sind, ist es unmöglich sie restlos aus dem Wasser zu filtern. Daher landen diese  in unserem Trinkwasser und wo das vermeintlich gefilterte Wasser sonst überall hinfließt. Da Plastik zwar auf der Verpackung angegeben werden muss, jedoch oft hinter Wörtern verborgen ist, die kaum einer versteht, kann es schon richtig schwierig sein, es zu erkennen.  Keine Sorge, hierfür gibt es bereits diverse Apps, die dir helfen, Verpackungs-Hieroglyphen zu entziffern und Produkte zu finden, die ohne Mikroplastik auskommen.  

Natürlich kann es schwerfallen, sich täglich an all diese Punkte zu halten. Wenn du willst, fang einfach damit an, ein paar zu wählen, von denen du glaubst, sie gut umsetzen zu können. Und vielleicht fällt es dir mit der Zeit leichter, mehrere  Tipps in deinem Alltag unterzubringen. Wie gesagt – es fängt bei dir an! 

Text und Fotos: Carolin Tumpach 

 

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