„St. Hanappi“ muss weichen – Stadionneubau in Hütteldorf

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Modell des neuen Stadions ©SK Rapid

In Wien Hütteldorf erhält der SK Rapid Wien ein neues, modernes und größeres Stadion – das “Allianz Stadion”. Das alte marode Traditionsstadion muss hierfür aber abgerissen werden.

Ab der Saison 2016/17 soll der SK Rapid Wien im neuen Stadion in Hütteldorf auflaufen. Das alte “Gerhard-Hanappi-Stadion”, benannt nach dessen Architekten und Rapid-LegendeGerhard Hanappi, wird dafür seit dem 6. Oktober nach und nach abgerissen. War das alte Stadion, von Fans gerne auch “St. Hanappi” genannt, noch im Besitz der Stadt Wien und wurde vom Verein gepachtet, wird das Neue vollkommen im Eigentum des Fußballvereins sein. Der Grund bleibt aber weiterhin im Besitz der Stadt Wien.

Günstiger als Sanierung

Für den Neubau inklusive Abriss wurden Kosten von 47,5 Millionen Euro kalkuliert. Mit etwaigen Gebühren und einer Reserve liegt das Gesamtbudget bei 53 Millionen Euro. Von der Stadt Wien wurde der Stadionneubau mit 20 Millionen Euro subventioniert. Der Rest wird größtenteils durch langfristige Kredite finanziert. Nicht zu verachten ist wohl auch die unbekannte Summe, die die Allianz AG für die Namensrechte am Stadion bis ins Jahr 2026 gezahlt hat bzw. zahlen wird. Mehrkosten, die diese 53 Millionen Euro übersteigen, müssen durch die Baufirma übernommen werden. Eine Sanierung und Erweiterung der 37 Jahre alten Spielstätte hätte laut Vereinspräsident Michael Krammer rund 66 Millionen Euro gekostet – und wäre damit deutlich teurer gewesen.

Das “Allianz-Stadion”

Gebaut wird das neue Stadion von der STRABAG AG. Es dreht sich einmal um 90 Grad und soll rund 24.000 Besuchern Platz bieten – bei nationalen Spielen durch Stehplätze sogar für mehr als 28.000 Personen. Es soll dabei alle Kriterien für ein Stadion der UEFA Kategorie 4 erfüllen und damit zur Austragung internationaler Spiele berechtigt sein. Dies würde eventuell ein Übersiedeln ins Happel-Stadion für Europacup-Spiele überflüssig machen. Anders als beim alten Stadion, werden die Ecken geschlossen sein. Da das neue Stadion aus finanziellen Gründen leider einen Sponsorennamen trägt, wurde der Vorplatz des Stadions (und damit die Vereinsadresse) in Gerhard-Hanappi-Platz 1 umbenannt. An das alte Stadion wird lediglich einer der vier alten Flutlichtmasten erinnern, welcher aber nicht mehr für Beleuchtung genutzt wird.

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Panorama des aktuellen (03.01.2015) Baufortschritts ©Christopher Zajac

Vorteile für Anrainer

Trotz der längeren Bauzeit verbunden mit einer Lärmbelästigung (die im Gegensatz zu einem ausgetragenen Match wohl kaum der Rede wert ist…) gibt es dennoch einige kommunizierte Vorteile für die umliegenden Anrainer:

  • Geschlossene Ecken – weniger Lärmbelästigung, da das Stadion geschlossen ist
  • Flutlicht im Dach – durch das integriete Flutlicht soll es zu geringerer Lichtbelästigung durch das Stadion, im Gegensatz zu den alten Flutlichtmasten, kommen
  • Keine Parkverbote mehr um das Stadion – Mannschaftsbusse, Gästebusse, Einsatzfahrzeuge und TV-Teams können am Stadiongelände untergebracht werden
  • Gästebusse am Stadiongelände – das direkte Leiten der Gästebusse ins Stadiongelände soll Beschädigungen der umliegenden Grünflächen und Gebäude verhindern

Aber auch Spieler und Fans werden einen erhöhten Stadionkomfort, bessere Sicherheit und Barrierefreiheit genießen dürfen.

Und zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Video-Einblick in den Abriss:

Mehr Infos unter:

Offizielle Seite des Allianz-Stadions

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