Selfmade food – cheap ‘n’ good!?

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Selbstgemachtes Essen ist ja bekanntlich nicht nur am gesündesten, sondern schmeckt auch am besten. Doch ist es preislich überhaupt möglich, vor allem für uns Studierende, wirklich jede Mahlzeit, vom Eiaufstrichbrot bis zur Lasagne, alles selber zuzubereiten? Denn wie jeder weiß, werden Lebensmittel immer teurer und das Geld immer knapper. Wie soll man sich also anstatt von Take-Away und Fertigprodukten, gesund und nachhaltig ernähren, ohne pleite zu gehen?

TAG 1 – MONTAG

Smoothie Time! Ein leckeres, gesundes Frühstück und so schnell und einfach zubereitet, vor allem an einem Montagmorgen für mich das allerbeste, da ich schon sehr früh zu arbeiten beginnen muss. Ihr kauft euch einfach die Obst- bzw. gerne auch Gemüsesorten, die euch schmecken, gebt sie in den Mixer und schon ist der Smoothie fertig. Natürlich kommt es hier beim Preis immer darauf  an, wie viele verschiedene Früchte ihr kauft. Wenn ihr es mit einem fertigen Smoothie vergleicht, ist es zwar leider etwas teurer, aber ein guter Tipp ist, das restliche Obst und Gemüse auch  für weitere Gerichte zu verwenden, wie ihr gleich bei meinem Mittagessen sehen werdet.

Apfelstrudel nach Oma’s Rezept steht heute am Mittagsplan. Verglichen mit den fertigen Strudelteigen ist mein selbstgemachter Apfelstrudel auf jeden Fall billiger und auch echt viel besser, da mir persönlich diese Blätterstrudelteige überhaupt nicht  bzw. nur nach Papier schmecken.

© Carina Fröhlich

Da ich heute zu Mittag etwas Süßes gegessen habe, brauche ich am Abend unbedingt noch etwas Deftiges und Pikantes, auch wenn ich ansonsten eine kleine Naschkatze bin. Einmal am Tag muss einfach trotzdem  was „Gscheits“ ,so wie meine Oma sagen würde,  auf dem Tisch kommen.  Also habe ich mir Kartoffeln gekauft, diese geviertelt und während sie im Ofen schön knusprig und knackig wurden, bereitete ich mir noch eine Kräutersauce zu. Hierzu verwendete ich Sauerrahm und meine selbst angebauten Kräuter. Ein Kilo Kartoffeln kostet übrigens ca. 1,20€ im Vergleich zu den Tiefkühlwedges, welche um die 1,40€ kosten, kommt es also viel günstiger, denn die meisten Packungen vom Tiefkühlfach beinhalten nicht einmal einen Kilo.

TAG 2 – DIENSTAG

Ein Striezel zählt bei mir zu meiner Top Favorit Frühstückswahl und mit selbstgemachter Butter und Marmelade schmeckt er gleich doppelt so gut. Der Striezel an sich ist etwas zeitaufwändig, aber da ich immer gleich eine größere Menge mache und einen Teil dann einfriere, kommt es billiger, als wenn man ihn kauft. Marmelade selber zu machen, wird dir wahrscheinlich bekannt sein und wenn du vielleicht auch noch eigenes Obst zu Hause im Garten hast, zahlt es sich auf jeden Fall aus, diese selber zu machen. Doch weißt du auch, wie man ganz einfach Butter selber herstellen kann? Du brauchst dazu nur Schlagobers und diesen schüttelst du in einem gut verschließbaren Gefäß so lange, bis kleine Flöckchen entstehen auf denen sich Flüssigkeit bilden. Die kleinen Flöckchen sind dann schlussendlich die Butter und die Flüssigkeit ist Buttermilch, welche auch weiterverwendet werden kann und ich natürlich in den darauffolgenden Tagen gemacht habe.
Da ich mir ja vorgenommen habe wirklich alles selber zu kochen, bleibt mir heute wohl oder übel nichts anderes übrig, als auch die Lasagne Blätter selber zu machen. Hierfür verwende ich eine Nudelmaschine, aber man kann den Teig auch ganz einfach mit einem Nudelwalker ausrollen. Natürlich ist hier der Aufwand ziemlich groß, da der Teig für die Lasagne Blätter gemacht werden muss, die Tomatensauce, die Bechamelsauce,  das Fleisch usw., aber schmecken tut es wirklich köstlich. Im Vergleich zu einer Tiefkühllasagne kann meine selbstgemachte Lasagne vom Preis her leider nicht mithalten, aber wenn man mit den Fertigprodukten vergleicht, also mit den fertigen Lasagne Blätter und der fertigen Tomatensauce aus dem Glas kommt man sehr wohl auf den gleichen Preis. Also wenn ihr mal genügend Zeit habt, probiert es aus.

© Carina Fröhlich

„Wenn der Ofen jetzt scho warm is, könn ma gleich noch was reinhaun.“ Das ist so eine typische Aussage meiner Mama, die ich von ihr übernommen habe,  und da ich ja zu Mittag den Ofen für die Lasagne angeworfen habe, musste ich dies natürlich ausnutzen und habe nicht nur gleich ein Brot fürs Abendessen gebacken, sondern auch mein Frühstück für morgen gemacht. Denn wenn man schon einmal was in der Küche anfängt und den Ofen aufdreht, zahlt es sich meiner Meinung nach immer aus, gleich mehrere Gerichte zu kochen. Auch wegen der Stromkosten macht sich das sehr bezahlt – so als kleiner Tipp für alle Sparfüchse unter euch 😉

TAG 3 – MITTWOCH

Mein absolutes Lieblingsmüsli geht wirklich total easy und schnell, auch wenn es leider etwas teurer ist, als fertige Müslis, möchte ich hier das Rezept mit euch teilen.

© Carina Fröhlich

500 g Getreideflocken

80 g Haselnüsse gehackt

50 g Mandeln gehackt

200 g Walnüsse gerieben

50 g Cashewkerne grob gehackt

150 g Butter flüssig und 100 ml Honig

 

Die Masse wird anschließend (so wie ihr am Bild seht) auf einem Backblech verteilt und 10 Minuten bei 150 Grad im Ofen geröstet.

Zu Mittag gibt es heute Schupfnudeln, diese kann man entweder mit Mohn, mit Nüssen oder einfach nur mit Bröseln essen. Ich persönlich bevorzuge die bröselige Art, wobei ich die anderen auch gerne esse. Sehr gut dazu schmeckt auch Marmelade, also ihr seht, man kann immer wieder auf Zutaten zurückgreifen und für andere Gerichte noch einmal verwenden 😉
Da ich gestern echt sehr viel Zeit in der Küche verbracht habe,  gönne ich mir heute eine kleine Pause und deshalb gibt es zum Abendessen das Brot von gestern mit Eiaufstrich von heute.  Der Eiaufstrich ist sehr leicht und schnell gemacht, kostet jedoch leider im Vergleich zum Gekauften etwas mehr.

TAG 4 – DONNERSTAG

© Carina Fröhlich

Ein guter Tipp, welchen man, wie ich finde, anwenden sollte, wenn man alles selber kocht und backt, ist jener, gleich ein bisschen mehr zu machen, um es dann auch für die weiteren Tage zu verwenden, so erspart man sich nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn das selber Machen der Buttermilch ist ja, wie ihr schon gehört habt, um einiges billiger. Das Obst püriert mit der Buttermilch schmeckt so ähnlich wie ein Molke Getränk und ist sehr erfrischend.
Mehl, Eier, Wasser, Salz und Butter ist alles was für den Teig der Spätzle benötigt wird, also eigentlich echt total einfach. Das Einzige was dann noch unbedingt notwendig ist, beziehungsweise die Arbeit um einiges erleichtert, ist eine Spätzlehobel, dann geht das Ganze ruckzuck und im Nu hab ich mein Mittagessen fertig. Spätzle im Geschäft kosten im Durchschnitt je nach Marke zwischen 1,50€ und 2,30€. Selber machen zahlt sich daher auf jeden Fall aus.

© Carina Fröhlich

Wie leicht es jetzt wäre, einfach zum nächsten Geschäft zu gehen und einen belegten Kornspitz zu kaufen, sind die Gedanken die mir heute vor dem Abendessen durch den Kopf gehen, aber nein, ich habe mir vorgenommen alles selber zu machen, also stelle ich mich in die Küche und beginne den Teig zu kneten. Die Kornspitze belege ich übrigens gerne mit Käse oder Leinsamen bevor ich sie backe. Gekaufte Kornspitze kosten beim Bäcker ca. 1€, das heißt selber backen ist hier deutlich billiger.

TAG 5 – FREITAG

Da ich freitags auch immer früher raus muss, gibt es heute wieder Müsli, da ich ohnehin gleich mehr davon gemacht habe. Und wenn man es gut verstaut, hält es sich wirklich sehr lange knusprig und gut.

© Carina Fröhlich

 Bohnenstrudel ist eins der Lieblingsgerichte meiner Mama und da sie mich die ganze Woche unterstützt hat und mir auch Tipps und Ratschläge gegeben hat, machen wir heute gemeinsam einen. Es geht wirklich einfach und schnell und schmeckt total gut.
Am Abend habe ich mal wieder Lust auf etwas Warmes, deshalb habe ich beschlossen eine Gemüsesuppe zu machen, natürlich ganz ohne Suppenwürfel oder sonstige Fertigprodukte. Ich verwende einfach wieder meine Küchenkräuter aus dem Garten. Was ich an der Suppe am meisten liebe, ist die Einlage, welche ich im Anschluss noch einkoche. Da bei dem Bohnenstrudel immer ein bisschen was vom Teig übrig bleibt, verwende ich diesen gleich für die Einlage. Somit hat man alles verwertet und auch Geld gespart.

TAG 6 – SAMSTAG

© Carina Fröhlich

Endlich Wochenende, das heißt Zeit für ein ausgiebiges, gutes Frühstück und zwar Waffeln mit Obst. Waffeln im Geschäft kosten ca. 1,29€ und schmecken, finde ich, bei weitem nicht so gut, da sie in der Mikrowelle aufgewärmt werden müssen. Wenn man sie mit dem Waffeleisen frisch zubereitet, schmecken sie tausendmal besser und es ist auch billiger.
Pizza kann man immer essen und schmeckt auch fast jedem, zumindest kenne ich ehrlich gesagt keinen Menschen, dem  Pizza nicht schmeckt. Ich gebe zu,  ich liebe Pizza und selbst gebacken am allermeisten.  Der Teig geht wirklich sehr rasch und einfach und das Tolle am selber Backen ist, dass man dann den Boden so dick oder dünn machen kann, wie man ihn am liebsten will und alles natürlich so belegen kann, wie man es gerne hätte. Das ist bei einer Tiefkühlpizza nicht der Fall, die ist zwar um einiges günstiger als meine selbstgebackene Pizza, aber dafür schmeckt diese einfach viel besser und ist klarerweise auch gesünder. Da es mittlerweile ja auch schon Pizzateige zum Kaufen gibt, habe ich mir hier die Preise angesehen und wenn man dies mit meiner selbstgebackenen Pizza vergleicht, kommt man auf denselben Preis.
Nachdem ich heute Freunde zum Abendessen eingeladen habe, gibt es ausnahmsweise wieder mal etwas Warmes und da wir alle liebend gerne Wraps essen, habe ich beschlossen diese heute selber zu machen. Normalerweise kaufen wir diese immer, wobei 6 Stück 2,99€ kosten. Ich war sehr gespannt,  wie viele ich um den Preis ca. machen kann,  und ob es meinen Freunden dann auch wirklich schmecken wird. Das Ergebnis war schlussendlich, dass ich viel mehr Wraps um diesen Preis herstellen konnte und es schmeckte ihnen ausgezeichnet.

TAG 7 – SONNTAG

Zum Glück habe ich den Teig für die Kipferl gestern schon vorbereitet, denn heute Morgen nach dem Fortgehen, war ich nicht besonders motiviert mich nochmal in die Küche zu stellen. Somit musste ich sie gottseidank nur mehr in den Ofen werfen und konnte sie anschließend gleich essen. Ein Kipferl beim Bäcker kostet um die 1€, selbstgemacht steigt man daher besser aus.
Gnocchi mit Sauce Carbonara esse ich für mein Leben gern. Im Geschäft kostet ein Packerl Gnocchi ca. 2 €. Selbstgemacht konnte ich diesen Preis auf jeden Fall unterbieten.
Nun ist es fast geschafft und da ich die ganze Woche wirklich ziemlich viel gekocht habe und nicht mehr ganz so motiviert bin, um mich am Abend jetzt noch länger in die Küche zu stellen, gibt es Omelett, denn das geht schnell. Hierbei kann ich auch einiges von meinen Resten verbrauchen, welche gestern übrig geblieben sind.

Mein Fazit:

Natürlich ist selber kochen viel anstrengender und kostet mehr Zeit, das ist keine Frage und das habe ich die eine Woche auch deutlich gesehen. Aber das wollte ich auch nicht herausfinden. Mein Ziel war es, den preislichen Unterschied festzustellen. Selbstverständlich gibt es einige Preisunterschiede, aber diese sind nicht so gravierend, wie ich anfangs gedacht habe.

Also ran an den Herd, nun seid ihr an der Reihe. Kocht was das Zeug hält. Mahlzeit!

Text und Fotos: Carina Fröhlich

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