Pola Walk Vienna

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Die Idee eine Stadtführung in der Stadt zu machen in der ich laufen gelernt – und in jedem Mauseloch unterwegs war, ist schon verrückt. Ich bin seit 30 Jahren hier zuhause und Wienerin – born and raised. Ich weiß nicht, wie oft ich selbst TouristInnen auf Ihren Stadtrundgängen genervt den Weg gezeigt habe – es lebe ja die gute alte Wiener Grantigkeit . Umso  gespannter war ich aber, eine Stadtführung in „meiner Stadt“ zu machen – und mit einem „Pola Walk“ von Sophort einen Einblick in die Polaroidfotografie zu bekommen.

Das Konzept ist simpel – und wird mittlerweile auch  in mehreren europäischen Städten wie Graz, Warschau, Salzburg oder Rom umgesetzt. Eine Stadtführung wird kombiniert mit  Polaroid-Fotografie – dh man bekommt eine Polaroid Kamera geliehen und einen Film dazu (8 Fotos – wobei zusätzliche Filme auch vor Ort gekauft werden können)  und nach einer Einführung in das Fotografieren mit Polaroidkameras geht es los.

Wir starten am Karlsplatz – Jackie unsere Gruppenleiterin ist schon vor Ort und gemeinsam mit 2 anderen Mädels aus Südamerika und Wien bekommen wir einen ersten Einblick in Polaroidfotografie. Jackie erzählt uns spannend und kurzweilig die Geschichte von Polaroid – und wir machen unsere ersten Probefotos. Die erste Handhabung ist gar nicht so leicht – aber mit der fachkräftigen Hilfe von Jackie klappt es ganz schnell. Wir starten also bei der Karlskirche und spazieren los zum Otto-Wagner-Pavillon. Jackie gibt uns während der Tour immer wieder Tipps und Vorschläge für richtige Motive und Perspektiven – erklärt uns aber Augenzwinkernd das wir entscheiden müssen „Wann der richtige Moment fürs erste Foto gekommen ist“.

Weiter geht es an der Oper vorbei hinauf zur Albertina – und inmitten von TouristInnen stelle ich fest, dass ich die Oper mit der Perspektive auch noch nie betrachtet habe. Ich traue mich dann das erste ein Foto zu schießen – und es macht „Klick“ – das erste Foto liegt in der Hand. Da sich das Foto erst entwickeln muss, muss es noch abgedeckt in einer kleinen Tasche bleiben.  Wir spazieren dann weiter durch den Burggarten – uns schießen ein Gruppenfoto. Wir gehen weiter über den Michaelerplatz und finden eine bunte Wand, die es uns angetan hat. So entstehen auch ein paar  Fotos außerhalb der Wiener „Klassik“ . Bei strahlendem Sonnenschein schlendern wir weiter in Richtung Volksgarten und bestaunen die schönesten Sommerblumen, bevor es wieder zurück auf den Ring geht. Nachdem wir am Rathaus vorbeigehen, gehen wie noch spontan in die Universität – und machen ein Foto vor der Bibliotheksstiege. Immer wieder schaut Jackie auch darauf, wie viel Fotos wir noch „zur Verfügung“ haben – bei einem Film von 8 Fotos ist jedes davon ein bisschen wie ein „kleiner Schatz“ – man wählt kein Motiv unüberlegt. Während der Tour stelle ich auch fest, wie sich meine Einstellung zur Fotografie ändert: Mit dem Smartphone oder der Digitalkamera bin ich es gewohnt ungelungene Fotos schnell zu löschen und nochmals zu schießen – mit der Polaroidkamera erhalte ich die Fotos zwar sofort – da sie aber zu Beginn gar nicht „ans Licht“ dürfen um sich zu entwickeln ist es für ein paar Minuten noch ein Geheimnis, was sich auf dem Foto befindet.

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Um die Geheimnisse unserer Fototour zu lüften, setzen wir uns nach unserem letzten Foto im Votivpark zusammen und holen unsere Polaroids aus der kleinen Tasche. Wir bestaunen nochmals unsere Schnappschüsse und lachen über unsere „Missgeschicke“ – wobei wir auch feststellen, dass es das ungelungene Foto (fast) nicht gibt, da auch Motive die verschwommen oder schlecht belichtet sind einen eigenen Charme mit Polaroid haben. Wie einen neu gefunden Schatz stecke ich meine Fotos in mein Kuvert und verabschiede mich von den anderen – fast ein bisschen, wie von neu gewordenen WeggefährtInnen oder FreundInnen.

Als ich nach Hause gehe, lasse ich die Führung noch einmal Revue passieren. Ich kannte natürlich alle Gebäude- aber ich habe Sie durch die Linse nochmals von einem anderen Blickwinkel betrachtet und viel über die Polaroidfotografie gelernt. Auch die Stimmung während der Führung war für mich nicht „touristisch“ – ganz im Gegenteil: Es war ein sehr freundschaftlicher Umgang miteinander und wir hatten sehr viel Spaß – und das lag sicher nicht nur an dem perfekten Sommertag mit 25 Grad und kühler Brise. Im Nachhinein denke ich, dass man als „Ur-Wienerin“ vielleicht eher die Urban Tour besuchen sollte, da diese denke ich mehr „neue Ecken“ oder unkonventionelle Seiten der Stadt zeigt. Dafür habe ich durch die Tour mein altes Wien gesehen – und dabei mit  neuen Schuhen laufen gelernt. Danke, liebes Team von Sophort – ich komme bestimmt nochmal mit.

Text: Katharina Hochwarter

Fotos: Katharina Hochwarter sowie freundlich zur Verfügung gestellt von Sophort

Mehr Infos unter:

Homepage Sophort

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