Challenge accepted

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Wir kennen es alle:  Essen gehen, Freunde treffen, einen Kaffee vor der Vorlesung trinken oder für ein paar Drinks in die Bar. Dann macht man seine Geldbörse auf und sieht, dass das eigentlich gar nicht geht. Was nun? Wie schafft man es mit wenig Geld, ob vegetarisch oder als Fleischesser den Magen voll zu bekommen, wenn es die Geldbörse so gar nicht ist.  Ja, man kann es schaffen, ist meine Antwort. Und ich nehme diese Herausforderung gerne an und finde die besten und billigsten Plätze wo man als Vegetarierin und meine Freundin als Fleischesserin, ohne viel Geld, Essen gehen kann. Wir machen den Test. Ist es möglich mit 10 Euro einen Tag auszukommen, wenn zwei Personen essen müssen? Die Challenge ist angenommen und los geht es! 

 

©Veronica Krupitza

Mein Tag beginnt wie  jeder andere und zwar mit Frühstück! Um ehrlich zu sein, kann ich mir nicht vorstellen ohne Frühstück meinen Tag gut zu starten. Jedoch werde ich heute dies nicht alleine tun, sondern mit meiner Freundin Marie-Christin, die sich bereit erklärt hat, mit mir diese Challenge zu machen. Und wir beide sind sehr gespannt, wie diese Herausforderung ausgehen wird. Doch bevor ich, oder besser gesagt wir essen können, müssen wir einkaufen gehen, denn ohne Geld kein Essen! Wir haben uns entschieden heute Porridge zu machen, denn es ist nicht nur sehr gut und lecker, sondern  macht uns für längere Zeit satt. Auch überlegen wir schon, was wir zu Abend essen wollen, denn es sollen keine Nudeln oder Reis sein, die wir mit irgendeiner Sauce kombinieren. Nein, wir wollen etwas Anderes! Nachdem wir Ewigkeiten im Spar waren, mein Magen schon zu knurren begann und ich fürchtete mein Frühstück niemals sehen zu werden, entschieden wir uns für Tacos! Denn als Vegetarierin und Fleischesserin ist es einfacher etwas zu zubereiten, das jeder für sich selbst befüllen kann.

 

10 Uhr:

Wir sind endlich wieder zu Hause und beginnen unser Frühstück zu machen. Porridge, auch als

© Veronica Krupitza

Haferbrei bekannt, ist etwas, was ich persönlich sehr oft an einem langen Unitag frühstücke, denn dieses Frühstück lässt mich nicht im Stich. Denn oft ist es schwierig etwas Nahrhaftes auf der Uni zu finden, das auch schmeckt! Denn wenn man lange an der Uni ist, komme ich nicht dazu etwas Nahrhaftes zu finden geschweige denn, zu essen. Da wir unser Frühstück nicht nur für die Kamera verzieren, sondern auch fürs Auge, griffen wir zur Banane, um das Essen appetitlicher anzurichten.

 

 

12:30 Uhr:

Da wir doch ein paar Vorlesungen haben, haben wir uns auf den Weg gemacht, um Mittagessen zu gehen. Davor habe ich mich ein bisschen schlau gemacht und ein paar Restaurants in der Nähe der Universität angeschaut und bin bei einem hängen geblieben, dass eine sehr interessante Bezahlungsstrategie besitzt! ALL YOU CAN EAT ALL YOU CAN PAY. Ja, ihr hört richtig! Das Restaurant heißt Der Wiener Deewan  und befindet sich in der Liechtensteinstraße 10 im 9. Bezirk. Die Küche ist Pakistanisch und wer dies noch nicht ausprobiert hat und gerne würzig und scharf isst , ist hier genau richtig.

©Veronica Krupitza

Da ich, wenn ich ehrlich bin, noch nie Pakistanisch gegessen habe, war ich mir nicht sicher, ob sie auch eine kleine Auswahl an vegetarischen Gerichten haben. Doch schnell waren meine Sorgen weg, als ich das kleine, aber feine Buffet sah. Sie hatten drei soßenartige Gerichte für Vegetarier und für die Marie-Christin gab es Hühnchen, Reis, Kartoffeln und noch mehr Fleisch. Wir begannen zu essen und über Hausübungen und den neuesten Tratsch zu reden, wie es doch typisch ist, wenn man mit seinen Freunden/innen Essen geht.

 

Nach den ersten drei Bissen begann mein Mund zu brennen und ich dachte ich würde sterben. Ich

©Veronica Krupitza

merkte, dass mir immer heißer wurde, sodass ich auch meine dünne Sommerweste ausziehen musste. Und ich spürte wie mein Gesicht langsam immer heißer und roter wird.  Ja, das Essen dort ist wirklich scharf und leider muss nicht nur ich, sondern auch Marie-Christin, zugeben, dass das scharfe Essen noch nie unser Freund war. Deshalb wurde eher weniger gegessen, denn jeder Biss fühlte sich zu scharf an. Allerdings gab es Nachspeise und auf die war ich richtig gespannt, denn ich war mir nicht ganz sicher was diese Masse an gut riechenden Zeug war. Um ehrlich zu sein, weiß ich bis jetzt nicht einmal was das genau war, jedoch roch es so schön fruchtig, süß und kühl, was an so einem heißen Tag wirklich gut tat. Nach dem Essen konnten wir beide bei der Kassa, das zahlen, was wir für richtig hielten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sicher ein Budget freundliches Lokal ist, welches für Leute, die gerne scharf essen (ob Vegetarisch oder nicht ist hier egal!) und etwas Neues ausprobieren wollen, genau das Richtige ist. Leider war dies nicht wirklich was für uns. Aber die Nachspeise, die war einfach nur himmlisch!

©Veronica Krupitza

Nach dem Essen hatten wir noch ein bisschen Zeit, uns in den Sigmund Freud Park zu setzen und weiter zu plaudern, bevor wir in die Vorlesung gingen.

 

 

16:30 Uhr:

Nach der Vorlesung waren wir wegen unserem nicht wirklich vorhandenen  Mittagessen doch sehr hungrig, allerdings hatten wir kein Geld, das wir ausgeben konnten. Also entschieden wir uns, nach Hause zu gehen und ein bisschen Netflix zu schauen und weiter zu reden. 

 

20 Uhr:

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie wir es geschafft haben so lange nichts zu essen. Aber um 20 Uhr konnten wir nicht mehr anders und haben nur noch an Essen denken können. Deshalb begannen wir unser Abendessen vorzubereiten, auf das ich mich schon den ganzen Tag gefreut habe: TACOS!!  Denn Tacos esse ich sehr gerne und auch so oft ich kann.

Arbeitseinteilung:

Ich: Tisch decken und Gemüse (Tomaten, Gurken, Paprika und Zwiebel) schneiden.

Marie-Christin: Fleisch Zubereitung und Zwiebel anrösten.

© Veronica Krupitza

Das Ganze dauerte nicht lange (20 Minuten, wenn nicht sogar weniger) und bald saßen wir schon bei unserem Essen. Denn nachdem wir den ganzen Tag noch nicht viel gegessen haben, fühlte sich der Moment, in dem ich den ersten Bissen gemacht habe, himmlisch an. Das Abendessen war nicht nur sehr gut, sondern göttlich und jetzt konnte ich sagen, dass ich und Marie-Christin auf jeden Fall satt waren und daher auch richtig glücklich.

Fazit: Alles in allem war dieser Tag nicht nur für mich, sondern auch für Marie-Christin sehr anstrengend. Denn es ist schwerer als man denkt mit 10 Euro durch die Stadt zu gehen, zu essen und mit Freunden unterwegs zu sein. Erst hier habe ich bemerkt, wieviel Geld eigentlich

© Veronica Krupitza

ausgegeben wird, nur um essen zu gehen. Und wie viel wir  ausgeben, nur  um  Frühstück und Abendessen zu Hause zu haben. Denn unsere Tacos hätten noch viel mehr Füllung haben können, aber mit 10 Euro ist dies doch recht schwer gegangen. Auch muss ich gestehen, dass wir es nicht geschafft haben nur 10 Euro auszugeben, denn leider haben wir 11 Euro gebraucht. Da das Fleisch für das Abendessen recht teuer war, obwohl wir hier schon das Billigste genommen haben. Allerdings muss ich sagen, dass ich doch sehr stolz auf uns zwei bin, dass wir es geschafft haben, einen Tag mit so wenig Geld zu planen. An diesem Tag habe ich erst gemerkt, wie teuer es eigentlich ist, Fleisch zu essen. Denn hätte Marie-Christin kein Fleisch gegessen, hätten wir doch mehr Geld gehabt. Wir beide waren doch sehr verblüfft wie viel Geld wegen des Fleisches ausgegeben wurde. So kann man sagen, dass es als Vegetarier sicher oft „billiger“ ist, als wenn man Fleisch isst. Jedoch bin ich sehr zufrieden wie gut ich, und natürlich Marie-Christin, mit dem Geld ausgekommen sind.

 

Text: Veronica Krupitza

 

Fotos: Marie-Christin Tripolt, Veronica Krupitza

 

 

 

 

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